Oh Software, was willst du von mir?

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Ich gebe es zu, ich bin vollständig ausgebildeter Techniker. Ich hatte sogar das Fach „Informatik“ in der Schule, aber ich habe es damals, vor vielen, vielen Jahren nicht sehr gemocht. Oder besser, ich habe alles, was mit irgend so einem vorprogrammierten Müll zu tun hatte, gehasst. So. Jetzt ist es also gesagt 🙂

Und noch etwas muss ich beichten: Ich habe tatsächlich, auch vollständig ohne Wissen über den Inhalt der Meldung am Laptop, auf das Feld „Bestätigen“ geklickt. Ich werde noch irgendwann einmal so enden, wie Kyle von Southpark in der Folge „Humancentipad“ (Staffel 15, 1. Folge). Und wer die Folge kennt – das sieht gar nicht gut aus (zumindest, bis Kyle aus seiner misslichen Lage befreit wird). Zugegeben – ich war zu faul, diese Buchstaben in den Google-Übersetzer zu kopieren. Es wäre wahrscheinlich gar nicht so schwer gewesen, herauszufinden, was da angezeigt wurde.

Wir müssen das lediglich so sehen, wie es in der Politik ist. Wie oft erhalten Politiker Gesetzesvorlagen und stimmen diesen zu, ohne den Inhalt gelesen oder zumindest ohne diesen verstanden zu haben und diese Entscheidungen sind manches Mal sogar noch direkt auf uns rückführbar. Über solche Dinge sollten wir uns jedoch keine Gedanken machen, dann bekommen wir es nur noch mit der Angst zu tun und die Angst, tja, die macht uns gerade in den letzten Tagen, Wochen, Monaten stark zu schaffen: „Die vielen Flüchtlinge, was sind das denn nur für Leute? Sind das etwa Menschen, so wie wir?“ oder „Die Krise, die Krise! Hilfe, Hilfe!“ oder „Touristen! Überall Touristen! So viele Touristen!“ oder auch „Terroristen! Böse, böse Terroristen, da bin ich total dagegen, und Sie?“.

Zum Glück haben wir in Österreich in den nächsten Monaten ein anderes, ein „brennendes“ Thema, mit dem wir uns ausgiebig beschäftigen können, nein, müssen! Das ist unsere demokratische Pflicht, dass wir uns über die Bundespräsidentschaftswahl, im Speziellen die Kandidatinnen und Kandidaten informieren. Und nicht nur die Satireseite „dietagespresse.com“ fragt sich, weshalb für dieses wichtige Amt ausschließlich Halbtote oder Untote aus den diversen Gruften geholt werden. Oder sollte ich „ausgegraben“ schreiben? Oder einen „neuen Kandidaten“ zitieren „…dann kommt plötzlich eine Herausforderung auf einen zu, mit der man überhaupt nicht gerechnet hat…“: https://www.youtube.com/watch?v=BQrf6UCXF7A . An diesem Beispiel erkennen wir die Personalknappheit bei der einen oder anderen Partei, diese Erkenntnis trifft uns mit der vollen Wucht. Aber wenn eine Partei einen 28jährigen Studenten als Minister bestimmt, sollten eigentlich keine Fragen zu den Personalreserven mehr offen sein. Es gibt offensichtlich keine mehr. Obwohl eine der „auflagenstärksten“ Zeitungen, eine, die nicht gelesen, sondern ausschließlich „angeschaut“ werden kann (Werbeslogan: „Schau‘ in die XXXXX!“) nicht müde wird, das Knäblein als Toppolitiker zu verkaufen. Tja, wahrscheinlich ist so ein junger Bub in den Händen der XXXXX-Journalisten noch einfacher formbar, als die restlichen Regierungsmitglieder. Der neue „Wachs-Kurz“. Aber der wächst sicher noch. Zumindest an seinen Aufgaben. Hoffentlich. Ach, was schreibe ich denn da! 😉

Scheinbar hat sich auch noch ein Sproß einer der ganz großen Familien Österreichs als Kandidat für den Bundespräsidenten gemeldet. Es stellt sich für mich eine berechtigte Frage: Wenn in Zukunft wieder ein „von und zu Habsburg“ dem Staat vorsteht, weshalb haben wir dann den unnötigen Umweg über die letzten Präsidenten gemacht? Ob die Republik, Pardon, die Monarchie dann mit der Bundesrepublik in Verhandlungen treten und über die Rückgabe der Kaiserhymne verhandeln wird?

Sic transit gloria mundi müsste dann abgeändert werden, schließlich entstünde der Ruhm dann wieder und würde nicht vergehen. Hoppla! Alle Ängste waren für die Dauer der letzten Minuten wie weggewischt! Bella gerant alii, tu, felix austria, nube! Auch nochmal so ein schöner Spruch. Die Ablenkung ist erfolgreich! Ich frage mich: Was kommt da noch alles auf uns zu?

Schöne Sch…..!

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Gesehen im KGV auf der Schmelz (selbstverständlich auf dem Gehsteig). Wir bemerken – Wien befindet sich in Vorfreude auf den Sylvester-Abend 😀

Ob wohl viele Menschen den Feierlichkeiten fern bleiben werden? Schließlich werden sich viele Personen mit Sprengmitteln unter die Menschenmassen mischen mit der Absicht, möglichst großes Aufsehen mit dem Zünden der Sprengmittel zu erreichen. Wie können diese Personen von Terroristen unterschieden werden? Das wird wahrscheinlich nicht möglich sein. Ich wünsche jedenfalls allen einen guten Start in das neue Jahr 2016!

PS: May Lemmy rest in peace!

Bahnhof?

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Das ist ein ziemlich aktuelles Foto des Westbahnhofs. In Betrieb und nicht am 24. Dezember aufgenommen. Was sehen wir hier? Kein Zug, keine Passagiere. Und es ist still. Seeehr still! Über ein Jahrhundert lang war hier ständig ein Gewusel, Züge sind angekommen und abgefahren und nun kann sich der Bahnhof ausruhen. Eigentlich hätte der Bahnhof gleich vollständig zugesperrt werden können, nachdem der Hauptbahnhof nunmehr in Vollbetrieb ist. Es bleibt spannend, was mit dem neu errichteten Einkaufszentrum passieren wird. Ob das einfach auf einen Anhänger gepackt und zum Hauptbahnhof verfrachtet wird? Hmmmm… 😐